Mo. Jul 22nd, 2024

Ein HELLES muss es sein….

Feierabend, so manches mal erst nach einem langen Zwölfstundentag, und jetzt ein „HELLES“ – gebraut nach bester bayerischer Biertradition. Ja – am liebsten ein HELLES und eine zünftige Brotzeit dazu. In diesem Fall ein herrlicher Presskopf aus regionaler Herkunft und Produktion.
Das passt für Dirk dann genau so, in dieser Kombination, hervorragend zusammen!
Inzwischen verstehe ich ganz gut weshalb für Dirk Steinborn das „bayerisch hell“ auf den vordersten Bierrängen platziert wird!

Ein klassisches Helles ist strohig gelb bis golden hell in der Farbe. In der Regel ohne Trübung, da es meistens nicht gefiltert wird. Es ist brillant in der Erscheinung und hat einen ausgesprochen ausgewogenen Charakter.
Der Hopfengeschmack, wird durch eine entsprechende Malzgabe ausgeglichen.
Malzbetonte Vollmundigkeit und eine zurückhaltende Bittere machen die Struktur eines „amtlichen“ Hellen aus.
Ein handwerklich und gut gebrautes HELLES ist gut balanciert jedoch nicht neutral im Geschmack.
Es ist ein unkompliziertes Bier aber keineswegs langweilig. Ehrlich, frisch und rein und geradlinig fast elegant – so kommt ein ordentliches „bayerisch hell“ daher. Das Brauen eines guten original bayerisch hellen Bieres gilt als die Königsdisziplin unter den Braumeistern in Deutschland. Ein HELLES verzeiht keinen Fehler und erfordert echte Profis am Braukessel.

Die Vielfalt der hellen Biere nimmt immer mehr zu im deutschsprachigen Raum – kein Wunder werden die HELLEN doch immer beliebter, auch und gerade ausserhalb Bayerns. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier ist seit einigen Jahren deutschlandweit rückläufig, die bayerisch hellen werden beliebter und laufen dem Pils immer mehr den Umsatz-Rang ab.
Mehr und mehr Brauereien versuchen auf diesen Trend aufzuspringen, um ihre Umsatzverluste und Marktanteile auszugleichen, und legen ihr eigenes „HELLES“ auf – mit mehr oder weniger großem Erfolg.

Von Andy Walther

Von Andy Walther
Fotos Copyright © 2020 by andy walther